Mittwoch, 21. Juli 2010
Ui! Da ist was im Anmarsch!
Und zwar das 1. Zähnchen!
Bei der U5 letzten Freitag (16.7.) meinte der Arzt beim Rundumcheck noch: „So, dann kuck ich mir mal die Zähne an“ - Blick in den Mund - „die noch nicht da sind“
Aber seit Samstag früh kann ich deutlich ein kleines spitzes Eckchen im Unterkiefer fühlen. Er ist auch irgendwie quengeliger als sonst. Ist ja auch kein Wunder. Ich gebe ihm abends nun Dentinox auf sein Zahnfleisch, da lutscht er dann mit Denkerstirn den Geschmack weg. Sein Wille, vorwärts zu kommen und Objekte seiner Begierde in die Griffel zu kriegen ist sprunghaft gewachsen. Er robbt sich nun schneller vorwärts als man Hosenscheißer sagen kann und die Beharrlichkeit, mit der er sich über ein im Weg liegendes Hindernis (z.B. Mamas oder Papas Körper) hinweg kämpft ist nicht zu verachten! Am liebsten würde ich ihm ein Geschirr umlegen, das auf dem Rücken die Montage eines Tragehenkels erlaubt, sodass ich ihn einfach nur wie eine Handtasche herumtragen kann, denn auf dem Rücken liegen ist inzwischen furchtbar doof!!!

Ich hatte ja schon erwähnt, dass mein selbstgekochtes Gemüse-Fleisch-Gemisch nicht ganz so begeistert angenommen wurde, wie erhofft. Mein Trick: Unter „meinen Brei“ mische ich 2-3 Löffel Gläschengemüse vom Onkel Claus. Gestern hat's prima funktioniert und ich bin froh, dass ich das Selbstgekochte nicht auch noch selber löffeln muss. Es schmeckt schon lecker, aber was zu BEISSEN ist halt doch besser als dieser Brei :)

Die Daten vom letzten Eintrag muss ich übrigens korrigieren: die U5 ergab: Gewicht 7,2 kg und Größe 67 cm.

Ein Gedanke, der uns immer wieder beim Anblick dieses knuffigen kleinen Wesens ereilt ist „Wie kann EINER allein so süß sein?“ Die großen Augen mit den langen Wimpern, die Grübchen in den Mundwinkeln, wenn er strahlt, der prüfende Blick, wenn er was Neues schmeckt oder greift, die Schnute, die er zieht, wenn er 'unleidig' wird, das zielstrebige Greifen seiner kleinen Hände, die langsam dichter wachsenden Haare, die sich so schön bürsten lassen … all das machen ihn einfach zu unserem ganz besonderen Goldschatz!

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Mittwoch, 14. Juli 2010
Es spricht!
Naja, nicht ganz, aber mit Vincent kann man schon fast richtig kommunizieren. Er hat die ganz ganz hohen Töne entdeckt und ich wundere mich, dass hier noch keine Fledermäuse aufgetaucht sind. Ich animiere ihn manchmal, indem ich im Hochfrequenzbereich einfach iiiih quietsche und bekomme prompt Antwort in derselben Tonlage und ein mehr als freudiges breites Grinsen!
Sein Wortschatz besteht nun aus „wawawa“, „bababa“ und immer wieder mal ein „pfffllllll“ samt Spuckebläschen.
Kulinarisch haben wir uns schon zu Pastinake und selbstgekochtem Brei (Kohlrabi, Möhren, Hühnerfleisch) vorgearbeitet, wobei letzteres allerdings nicht gänzlich verputzt wird, ich kann einfach nicht so fein pürieren wie Onkel Claus :( Nach ein paar Löffeln wird der Brei verschmäht. Das hat man nun davon – die besten Absichten sind beim Teufel, wenn man mit Gläschen angefangen hat...

Seine Mobilität steigert er auch von Tag zu Tag. Er erobert mit Vorliebe unser Doppelbett, in dem er sich solange um die eigene Achse dreht, bis er jeden Winkel unseres Bettes entdeckt hat. Wenn er auf dem Bauch liegt, stemmt er sich fest auf die Arme und legt den Kopf ganz weit in den Nacken. Um etwas zu greifen, was ein bisschen entfernt liegt, stützt er sich wieder auf die Ellenbogen, stemmt die kleinen Zehen in die Unterlage, drückt den Po nach oben und schiebt sich so stoßweise vorwärts. Leider hat er auch schon unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Fußboden gemacht, da er ein, zwei Mal aus dem Bett gekullert ist. GottseiDank liegen wir ja bodennah, aber der Schrecken (bei uns wohl mehr als bei ihm...) war groß!

Die Hitze derzeit (tagsüber selten unter 30°C!) macht uns sehr zu schaffen. Mir vielleicht ein wenig mehr als ihm, denn ich krieg vor Müdigkeit kaum die Augen auf! Ich könnte nur schlafen und bin froh, wenn er nach dem Essen/Trinken auch die Augen zu macht. Vor 18h00 gehe ich mit dem Kinderwagen gar nicht raus – allerhöchsten ganz rasch zum Supermarkt über die Straße. Alles andere ist die Hölle!
Nach 18h00 oder sogar 19h00 drehe ich manchmal eine große Spazierrunde und dabei schläft Vincent selig und zufrieden in seinem Kinderwagen.
Abends vor dem Schlafengehen wische ich den ganzen Vincent von oben bis unten mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Baden genießt er nach wie vor nicht wirklich. Er krallt sich am Rand der Babywanne ein und zieht ein Gesicht, das nichts Gutes verrät. „Holt mich da mal ganz schnell wieder raus“ scheint er sagen zu wollen. Mal sehen, wie es dann mal in der großen Wanne wird, wenn Mama oder Papa auch mitbaden. Vielleicht mag er auch einfach nicht, dass er gehalten wird und will lieber selber sitzen?! Man weiß es nicht.
Anstrengend sind die Abende, an denen er partout nicht einschlafen will. Langsam erkennt er, dass Schlafen „nicht sehen können“ heißt und damit muss er sich für einige Zeit von uns verabschieden. An den meisten Abenden ist das Zu-Bett-Gehen okay, da lege ich ihn gegen 22h30 nach dem Waschen, Wickeln, Füttern ins Bett, zieh die Spieluhr auf und nach ein bisschen Quängeln ist dann Ruhe. Aber es gibt leider auch die anderen Abende, wo er alleine einfach nicht in den Schlaf findet. Dann lassen wir uns nach mehr als 30 Minuten 'Operation Babyschlaf' dazu hinreissen, den kleinen Nörgler zu uns ins Bett zu holen... Nach dem Motto „erziehen können wir ja später noch ...“ *seufz*
Aber dann ist wenigstens Ruhe im Karton und es ist auch so wunderschön, das kleine Wesen neben sich friedlich schnaufen zu hören und seine kleinen Hände nach einem tasten zu spüren.

Das momentane Kampfgewicht liegt bei 7,3 kg und die Größe bei etwa 65 cm.

Speckbeinige Grüße!

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Montag, 21. Juni 2010
Er läuft aus...
Es ist ja allgemein bekannt, dass Babys in der unteren Körperhälfte meist undicht sind und das was rauskommt ist in entsprechenden Zellstoffgebilden aufzufangen und im Sondermüll zu entsorgen.

Ein neues Hobby von Vincent ist aber seit kurzem die Pffffff und Pfffflllll Laute mit Spucke zu untermalen. Er wirft herrliche Blasen und es ist echt schöner als Fernsehen ihn dabei zu beobachten, wie er absichtlich mit der Zunge die Spucke vor zur Lippe schiebt um dann die neuentdeckte Kommunikation mit Papa und Mama voranzutreiben.

Wir lachen uns jedes Mal einen Ast und kommen mit dem Wischen kaum hinterher...

Sein Aktionsradius steigt von Tag zu Tag. Gestern hat er durch seine beharrlichen Drehmanöver endlich jeden Quadratzentimeter seines Laufstalls erkundet. Wenn er auf unserem Schoß sitzt oder in unseren Armen gehalten wird wird er auch zunehmend unruhiger und man muss extrem aufpassen, dass er sich nicht (unkoordiniert) aus unserem Griff windet.

Zupackende Grüße - bis zum nächsten Mal (ich geh mir mal das Gesicht abwischen *pffffff*)

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